Reiseführer

İZMİR
Die drittgrößte Stadt der Türkei ist ein modernes, gut entwickeltes, lebhaftes Handelszentrum. Es ist ein besonderes Vergnügen, durch das belebte Einkaufszentrum zu schlendern. Im Westen erstrecken sich Meer, Strände und Thermalzentren bis auf die Cesme-Halbinsel. Das nahegelegene Efes, eine der berühmtesten Städte der Antike und während der Zeit des Römischen Reiches auch eine der größten Städte der Welt, beherbergt den ganzen Reichtum der antiken Ionischen Kultur und lockt mit seinem reichhaltigen Angebot an kulturellen Aktivitäten.

Izmir, das im türkischen Sprachgebrauch auch das „schöne Izmir“ genannt wird, liegt am Ende einer langen und schmalen Bucht voller Yachten und Frachtschiffen. Das Klima ist mild; im Sommer trägt eine frische Meeresbrise die Hitze der Großstadt davon. Um die ganze Bucht zieht sich ein Boulevard mit Palmen und breiten Straßen und Fußgängerwegen. Der Hafen von Izmir ist der zweitgrößte der Türkei, nach Istanbul. Das lebendige und kosmopolitische Izmir beherbergt regelmäßig das internationale Kulturfestival und internationale Messen.

 

ÇEŞME
Cesme, der sympatische Ferienort an der Spitze der gleichnamigen Halbinsel, 94 km von Izmir entfernt, ist berühmt für sonniges Wetter und kristallklare Luft, seine heißen Heilquellen und seine außerordentlich gute Sandqualität. Von Seefahrern wurde Cesme seinerzeit „kleiner Hafen“ genannt aber aufgrund seiner vielen eiskalt sprudelnden Quellen wurde der Ort mit der Zeit als „Cesme“ (Quelle) bekannt.

Cesme, in früherer Zeit Cyssus genannt, diente als Hafen des antiken Erythrai, einer von 12 Ionischen Städten an der Westküste Anatoliens, deren Geschichte bis um 1.000 v.Chr. zurückreicht. Erythrai gehörte im 6. Jhd. v. Chr. zu den großen und bedeutenden Metropolen der antiken Welt. Die Stadt verfügte über einen durch seine Lage außerordentlich geschützten Hafen und pflegte rege Handelsbeziehungen mit Ägypten, Zypern und den westlichen Ländern.

Die Ausgrabungsstätte des antiken Erythrai in Cesme-Ildiri, die in Cesme befindliche Burg und Karawansarei aus der osmanischen Zeit sowie einige Brunnen und andere historische Gebäude gehören zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten der Region. Auf dem Hügel im Stadtzentrum sind die Überreste einer Akropolis sowie eines Tempels der Pallas Athene zu besichtigen. Der wichtigste Fund aus Cesme, eine Frauenstatue aus archaischer Zeit, ist im Archäologischen Museum Izmir ausgestellt.


FOÇA
Der Stadt Foca, 70 km nordwestlich von Izmir gelegen, kommt in mythologischer, archäologischer und geschichtlicher Hinsicht eine besondere Bedeutung zu. Gegründet wurde Foca von den Ioniern, die vor der Dorischen Besatzung aus Griechenland an die anatolische Westküste flohen. Foca, damals Phokaia (von „Fok“ – Seehund) genannt, gehörte als einer der wichtigsten Häfen zum Ionischen Städtebund und verfügte über eine beachtliche Seestreitmacht. Mithilfe seiner Flotte gründete Foca Kolonien in Korsika, nahe Pastum und Marseille und sogar an der Spanischen Ostküste. Heredot berichtet von der Fortschrittlichkeit der Seefahrt des ab dem 7. Jhd. V.Chr. aufstrebenden Phokaia. Tatsächlich waren die Phokaier die ersten Hellenen, die weite Seereisen unternahmen, auf Schiffen mit bis zu 50 Rudern und Platz für bis zu 500 Mann. Auch bei Homer wird Phokaia erwähnt.

Die Sirenenfelsen, Das Teufelsbad, die alte Grabstätte (Tas Ev), Die alte genovesische „Burg der fünf Tore“ sowie die äußere Burg, die Fatih-Moschee, die Felsen-Moschee, die Hafiz-Süleyman-Moschee und der Osmanische Friedhof, alle aus der Osmanischen Epoche, gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region

Ephesus
Die Geschichte der antiken Stadt Ephesus reicht zurück bis in die jüngere Steinzeit, um 6.000 v.Chr. Forschungen der letzten Jahre zu den in der Umgebung der antiken Stadt Ephesus gefundenen Hügelgräbern und Ausgrabungen auf dem Ayasuluk-Hügel, dem Standort der Burg, ergaben Hinweise auf Siedlungen der Hithiter. In hithitischer Zeit wurde die Siedlung Apasas genannt. Um 1.050 v.Chr. begannen Flüchtlinge aus Griechenland in der Hafenstadt zu siedeln, um 560 v.Chr. wurde die Stadt in die Umgebung des Artemis-Tempels verlegt. Die heute zu besichtigende antike Stadt Ephesus wurde um 300 v.Chr. von Lysimakhos, einem der Generäle Alexanders des Großen, gegründet. Zu ihren Glanzzeiten war die Stadt Hauptstadt der asiatischen Provinzen und die größte Hafenstadt Kleinasiens mit einer Einwohnerzahl von ca. 20.000 Menschen. Während der Byzantinischen Herrschaft wurde die Siedlung Ephesus abermals verlegt auf den Ayasuluk-Hügel im heutigen Selcuk. Nach der Eroberung durch die Türken 1330 wurde Ayasuluk das Zentrum der Dynastie der Aydinogullari, bevor die Stadt ab dem 16. Jhd. an Bedeutung verlor und zu schrumpfen begann.

Nach der Gründung der Republik 1923 nahm die Siedlung den Namen Selcuk an und ist heute ein wichtiges Tourismuszentrum mit 30.000 Einwohnern.

 



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