Geschichte

Wann, von wem und zu welchem Zweck das Millionen Jahre alte Thermalwasser zum ersten Mal angewendet wurde, darüber gibt es unterschiedliche Informationen und Überlieferungen.
 
Zum ersten Mal erwähnt wurden die Heilquellen im Zusammenhang mit Agamemnon, der den Quellen seinen Namen gegeben haben soll. Der Überlieferung nach soll König Agamemnon, der Anführer der griechischen Truppen im Trojanischen Krieg, um das Jahr 1200 v. Chr. seine während des Trojanischen Krieges verwundeten Soldaten zur Erholung in das heute als Balcova bekannte Gebiet geschickt haben. Als Agamemnon sah, dass seine verwundeten Soldaten in kürzester Zeit geheilt wieder zurückkamen, soll er die Quellen untersucht und ihre Heilkraft entdeckt haben.
Einer anderen Überlieferung zufolge soll Agamemnons Tochter, deren Gesicht und Körper von Wunden entstellt gewesen sein soll, hier gebadet haben und geheilt und schöner als zuvor zurückgekommen sein, woraufhin Agamemnon die Heilkraft der Quellen entdeckt und ihnen seinen Namen gegeben haben soll.
 
In der Folgezeit wurden hier Badeanstalten mit Wasser- und Schlammbecken errichtet. Die heilkräftigen Quellen gerieten allerdings einige Jahrhunderte nach Christus wieder in Vergessenheit, besonders nachdem nach der Verbreitung des Christentums im Oströmischen Reich der Schwerpunkt auf die geistige Entwicklung des Menschen gerichtet wurde und das Körperliche in den Hintergrund trat. 
 
Nachdem Izmir 1415 von den Osmanen eingenommen wurde, wurden, wie andere Bäder und Heilquellen, auch die Agamemnon-Quellen wiederentdeckt und restauriert und dienen seither wieder als Heilbäder.
 
Dank staatlicher Unterstützung wurden die Agamemnon-Quellen auch nach Gründung der Republik erweitert und ausgebaut. Als Teil des Verwaltungsapparates der Provinz Izmir wurden die Bäder und Schwimmbecken in den 1980er Jahren neu errichtet, bevor die Thermalanlage Balcova zunächst mit der Eröffnung des Hotel-Traktes, danach des Kur-Zentrums ihren Betrieb aufnahm.
 



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